AKTUELLES

Ankündigung der Gewässerräumung 2017

Der Entwässerungsverband Norden ist gesetzlich verpflichtet, gut 300 km Gewässer II. und III. Ordnung zu unterhalten, um die Überschwemmungsgefahr für Siedlungs- und Gewerbegebiete zu minimieren und eine ordnungsgemäße Landwirtschaft zu ermöglichen.

Zur Gewährleistung des Wasserabflusses werden die Verbandsgewässer ab dem 1.8.2017 je nach Erfordernis durch einen Löffel- bzw. Mähkorbbagger geräumt, und zwar grundsätzlich in Fließrichtung zur rechten Seite. Dabei muss weder Rücksicht auf spät räumende
Ackerkulturen noch auf schon wieder bestellte Flächen genommen werden! Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen werden nicht ersetzt.

Besonderheiten der jeweiligen Räumung können die Anlieger bei den örtlich zuständigen Vorstandsmitgliedern und Sielrichtern erfragen (siehe www.entwaesserungsverband-norden.de).

Bei den Baggerungen handelt es sich um laufenden Unterhalt. Die Anlieger sind nach § 5 (2) der Verbandssatzung verpflichtet, Aushubmengen bis zu 2 m3/lfd. Meter entschädigungslos aufzunehmen. Der Aushub wird grundsätzlich quer und in mindestens 1 m Abstand zur
Böschungsoberkante abgelegt. Wird der Aushub aus Rücksicht auf Belange einzelner Anlieger anders abgelegt, so sind diese für die spätere Beseitigung verantwortlich.

Die Anlieger werden hiermit aufgefordert

- Räumgut aus Vorjahren von der Böschungskante zu entfernen,

- Endverrohrungen in Seitengräben auf Durchgängigkeit zu prüfen und ggf. zu säubern,

- Zäune, die quer zum Räumstreifen stehen, mit mind. 3,5 m breiten Toren oder den Draht mit Torgriffen auszustatten, die der Baggerführer leicht und ohne Werkzeug öffnen kann und

- Dränausmünder und Schläuche von Weidepumpen deutlich sichtbar zu kennzeichnen und bei starkem Bewuchs frei zu mähen (Regressansprüche wegen Beschädigungen können gegen den Verband nicht geltend gemacht werden!)    
Achtung: Kennzeichnungen mit Stahl-Stangen sind nicht zulässig! Wenn derartige Fremdkörper Schäden am Räumgerät und/oder Ausfallzeiten verursachen, so werden diese dem jeweiligen Anlieger in Rechnung gestellt!

Aus gegebenem Anlass wird erneut und eindringlich auf folgendes hingewiesen:

An Gewässern, die vom Verband unterhalten werden,

- sind in einem Abstand von 10 Metern zur Böschungsoberkante bauliche Anlagen und
Anpflanzungen sowie das Lagern von Erntevorräten verboten,

- ist die Einzäunung von Weideflächen in einem Abstand von 80 cm zur Böschungsoberkante
in einwandfreiem Zustand herzustellen und zu erhalten,

- muss bei Acker- und Gartengrundstücken ein Uferstreifen von 1,00 m Breite ab Böschungsoberkante unaufgebrochen als Grünfläche liegen bleiben!!!

Norden, den 20. Juli 2017                                                                                                                                                                                      

Heinrich Jabben
Obersielrichter